Krieg und Frieden.
Kelten – Römer – Germanen,
21.06.2007 – 06.01.2008.
Eine Ausstellung im Rheinischen LandesMuseum Bonn
In den Jahren 58‑52 v.Chr. eroberten römische Truppen unter Caius Iulius Caesar Gallien. Dies ist allgemein bekannt. Das antike Gallien entsprach ungefähr dem heutigen Frankreich, reichte aber im Osten bis an den Rhein. 55 v.Chr. standen erstmals römische Truppen auch im Rheinland. Hier trafen „Kelten“, „Römer“ und „Germanen“ unmittelbar aufeinander; alles, was sich in den folgenden Jahrzehnten bis in die zweite Hälfte des 1. Jahrhunderts n.Chr. ereignete, reichte vom offenen Krieg bis zum friedlichen Zusammenleben. Seit Domitian (81‑96 n.Chr.) gehörten weite Teile der Region zwischen dem Mittelgebirgsraum und der Rheinmündung zur Provinz Germania Inferior, deren Hauptstadt das heutige Köln war.
Den Anlass zur Ausstellung „Krieg und Frieden. Kelten – Römer ‑ Germanen“ gab einerseits der vom 23.07. bis zum 27.07.2007 an der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms Universität Bonn und am Rheinischen LandesMuseum Bonn stattfindende XIII. Internationale Keltologenkongress und andererseits das in den Jahren 1994-2000 durchgeführte Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft zu den Romanisierungsprozessen im deutschen Mittelgebirgsraum („Kelten, Germanen, Römer im Mittelgebirgsraum zwischen Luxemburg und Thüringen“). Zahlreiche der dort gewonnenen richtungsweisenden Erkenntnisse sind sowohl in die Ausstellung als auch in den als Handbuch konzipierten Katalog zur Ausstellung eingeflossen.
Es sind daher die komplexen Ereignisse und die sich daraus ergebenden tief greifenden kulturellen Veränderungen, die sich während des 1. Jahrhunderts v. Chr. und des 1. Jahrhunderts n. Chr. vollzogen, die im Zentrum der Ausstellung „Krieg und Frieden. Kelten – Römer – Germanen“ stehen werden.
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